Chronik des TC- Vomp
 

Nach der offiziellen Gründung des Vereins am 22. April 1977 durch ein Proponentenkomitee erfolgte 1978 nach der Errichtung von drei Greenset-Hartplätzen und einer Flutlichtanlage die Einweihung. Damit wurde vielen Vompern der Zugang zum „weißen Sport" ermöglicht, der sich in dieser Zeit vom Elite- zum Massensport zu entwickeln begann. Eine Spielmöglichkeit war gegeben. Mit Herrn Kleisch wurde auch ein Tennislehrer gefunden. Einen eigenen Treff für die Clubmitglieder gab es nicht. Die sanitären Anlagen befanden sich im damaligen Sportheim am Fußballplatz. Erster Platzwart war Hans Mühlbacher. Die Platzreservierung erfolgte mittels eines vom Platzwart betreuten und absperrbaren Steckkastens. Der Status der Clubmitglieder (Schüler, Jugendlicher, Vollmitglied) war über die Farben der Metallplättchen erkennbar.


Bereits 5 Jahre nach der Gründung des Clubs mehrte sich die Kritik am Greenset-Belag. Ausschlaggebend bei der Argumentation „Greenset oder Sandplatz?" war die stärkere Beanspruchung der Gelenke. Außerdem entsprachen die Platzabmessungen keineswegs der Wettspielordnung für die Mannschaftsmeisterschaft. Und das musste bei einem aufstrebenden Club das nächste Ziel sein: die Nominierung mehrerer Mannschaften für die Tiroler Mannschaftsmeisterschaft.
Mit Hilfe der finanziellen Unterstützung der Gemeinde Vomp und 1290 freiwillig geleisteten Arbeitsstunden fleißiger Clubmitglieder konnte im Mai 1983 der Spielbetrieb auf den Sandplätzen aufgenommen werden. Erich Singer hat mit unermüdlichem und fast übermenschlichem Einsatz perfekt bei diesem Platzumbau Regie geführt.


Der zweite Platzumbau (1996/97) erfolgte im Zuge einer Neugestaltung des gesamten Sportgeländes. Der Meinungsbildungsprozess gestaltete sich sehr schwierig, mussten doch viele Interessen (Fußball, Tennis, Eishockey, finanzielle Aspekte der Gemeinde) unter einen Hut gebracht werden. Das Ergebnis waren 4 Sandplätze und ein wunderschönes Clubhaus. Damit hatte der Tennisclub Vomp endlich eine Infrastruktur, die es ihm ermöglichte, Turniere problemlos abzuwickeln, denn sanitäre Einrichtungen, Duschmöglichkeiten am Platz und Möglichkeiten zum Löschen des Durstes gehörten bereits zum Standard. In dieser zweiten großen Umbauphase war der Tennisclub froh, dass er auf die Management-Kompetenzen des Dietmar Unterberger zurückgreifen konnte.


Die Tennishütte - der Ort, wo gesellschaftliche Bande geschlossen werden


Von 1977 bis 1983 war nur eine Spielmöglichkeit in Vornp gegeben. Es war die Zeit, wo die Tennisboys and -girls noch die sanitären Anlagen am Fußballplatz mitbenutzen mussten oder durften, Getränke gab es bei Marianne und Hans Mühlbacher in der Kantine am Fußballplatz. So manch einer lief über die Straße zu „Ilse". 1983 wurde nach dem ersten Platzumbau eine
Holzhütte vom Tennisclub Rum gekauft. Diese Investition war goldesweit. Die TCV-Feten in dieser Holzhütte sind legendär. Vielleicht lassen Sie sich durch ein langjähriges Clubmitglied eine Geschichte erzählen?

Mit dem zweiten Umbau von 1996/97 wurde ein Clubhaus mit allen Schikanen errichtet: eine Terrasse für die Zuschauer, ein nettes Lokal, das einlädt zum Verweilen, Büro und ein Raum für die Turnierleitung. Die Tennisspieler konnten sich nun endlich am Platz duschen und auf sanitäre Einrichtungen zurückgreifen. Zu erwähnen ist die Übergangslösung des Umbaujahres 1997: Damals betreute Claudia Gramshammer in einem grünen „Eisenbahnwaggon" die Clubmitglieder.


Gesellschaftliche Akzente ... „Ragidigag"


Genauso wichtig wie die sportlichen Erfolge war den Verantwortlichen, dass der Tennisclub auch gesellschaftliche Akzente setzte. So wurden die Jubiläen immer zum Anlass für berauschende Feste und Aktivitäten genommen. Zum zehnjährigen Bestehen der „Hütte" gab es ein tolles Rahmenprogramm mit Disco und Festzelt. Der TCV beteiligte sich von Anfang an beim Vomper Dorffest u.v.m. Kein Wunder, wenn sich zu vorgerückter Stunde ein Trinkspruch entwickelte: „Ragidigag - bis einst das Racket bricht"


Der Tennisclub geht fremd ...


Das sportliche Talent der Clubmitglieder bestätigte sich auch bei anderen sportlichen Aktivitäten: So konnte der TCV das Vomper Club-Fußballturnier gewinnen. Auch im Winter blieben die Racketschwinger beim Eishockey aktiv.


Mitgliederstand - ein Indikator für die Tennisbegeisterung!?


Zum Zeitpunkt der Eröffnung betrug der Mitgliederstand 160 Personen. Nach einem Mitgliederschwund Anfang der 1980-er Jahre (schlechte Infrastruktur, die Gelenke beanspruchende Hartplätze) konnte nach dem ersten Platzumbau, der Errichtung einer Hütte für das gesellschaftliche Leben und für die Förderung des Zusammengehörigkeitsgefühls ein steiler Anstieg der Mitgliederzahl erzielt werden. Die forcierte Jugendarbeit (clubeigene Trainer, höheres Budget für die Jugendarbeit, Bewerbung des Tennissports bei Vomper Kindern und Jugendlichen) trug ebenfalls dazu bei - und zwar so, dass ein gutes Drittel der Clubmitglieder unter 18 Jahren war. Der Höchststand wurde 1995 mit 224 Mitgliederlnnen erreicht.


Erich Singer- Ehrenobmann des TCV


Leider  müssen wir  den Verlust eines bedeutenden Club-Mitglieds erwähnen. Erich hat uns am .... nach schwerer Krankheit verlassen. Zu seinem Gedenken veranstalten wir jährlich ein Senioren-Turnier, das mittlerweile als „Erich-Singer-Gedenk-Turnier" einen festen Bestandteil im Turnierkalendereinnimmt.Christi,seineFrau,hatdiesesTurnierunterihreSchirmherrschaftgestellt. Danke! Wir bedanken uns bei Erich nochmals für seine Bemühungen um den Tennisclub. Als langjähriges Vorstandsmitglied spielte er eine führende Rolle beim Platzumbau, er initiierte unter anderem auch eine Bausteinaktion zur Förderung der Vomper Tennisjugend. Erich war auf den Tiroler Tennisplätzen fast überall bekannt. Für seine Verdienste erhielt er vom Tiroler Tennisverband das Abzeichen in Bronze und vom TCV die Ehrenmitgliedschaft.